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Projektbeschreibung

Grenzenloser Wind

Der Wind – so sagt man – weht über die Grenzen. Das Ziel des vorliegenden Projektes ist die Entwicklung eines Windparks, der diesen grenzenlosen Wind zu nutzen im Stande ist. Er soll auf den Hügeln des österreichischen Sternwaldes und des tschechischen Hvezdna errichtet werden und in Sichtweite zu bestehenden Atomkraftwerken als Beispiel zukunftsfähiger Energieversorgung betrieben werden. Neben den technischen und wirtschaftlichen Voraussetzung zur Errichtung der Windkraftanlagen ist die Öffentlichkeitsarbeit auf beiden Seiten der tschechisch-österreichischen Grenze ein wesentlicher Bestandteil.

 

Windmessungen

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Vereisungsgefahr

Die meteorologischen Gegebenheiten zur Windenergienutzung lassen sich in stark bewaldeten Gebieten mit großer Oberflächenrauhigkeit nur sehr schwer abschätzen. Dazu kommt die geographische Nähe zum Moldau-Stausee, wodurch mit relativ hoher Luftfeuchtigkeit und in der Folge starker Vereisung der Windkraftanlagen zu rechnen ist.

 

Kapličky

Im Jahr 1999 wurde auf tschechischer Seite auf einem Grenzbeobachtungsturm Windstärke und -häufigkeit gemessen. Die Ergebnisse ließen auf ein nutzbares Windpotential hoffen. Bereits in 25 m Höhe konnte eine mittlere Windgeschwindigkeit von 4,98 m/s gemessen werden.

 

Mühlviertel

Die in den Jahren 1999 bis 2003 durchgeführten Messungen in der Umgebung von Bad Leonfelden ließen die Erwartungen weiter wachsen. Zur Erhöhung der Datenqualität wurde zwischen dem mühlviertler Hirschenstein und dem südböhmischen Hvezdna eine weitere Messung durchgeführt. Die Ergebnisse der Messungen am 65 m hohen Stahlmast gaben detaillierte Auskunft über die zu erwartenden Erträge.
Die Erfahrung des renommierten Vereins Energiewerkstatt aus über 150 Windmessungen und -auswertungen bestätigten die Qualität des Standortes.

 

unbeheizt

beheizt

Neue Messtechnik

Einen Quantensprung in der Prognosesicherheit hat der Einsatz von beheizbaren Anemometer gebracht. Während die unbeheizten Messgeräte über lange Zeiträume bereits durch geringen Eisbefall Windstärke 0 angaben, konnten die beheizten Löffelräder der Energiewerkstatt alle für die Windkraftanlage grundsätzlich verfügbaren Windereignisse aufzeichnen.

 
 

HighTech SODAR

Mit Hilfe der neuen Technologie der Sodarmessung konnte das Ertragsprognose-Puzzle um weitere Teile ergänzt werden. Dieses Verfahren bedient sich der Schallreflektion von unterschiedlich dichten Luftschichten und dem Doppler-Effekt. Es ist in der Lage Windgeschwindigkeiten bis in eine Höhe von 150 Metern zu messen und ein entsprechendes Höhenprofil zu erstellen.

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Modellberechnungen

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Geländesimulation

Auf Basis der Windmessungsergebnisse wurde mit Hilfe umfangreicher Simulationssoftware und dem Know-how des renommierten DEWI (Deutsches Windenergie Institut) eine Modellberechnung durchgeführt. Dabei wurde auch eine mögliche gegenseitige Beeinflussung der Anlagen berücksichtigt. Das Ergebnis war die Ausweisung von Flächen, die für eine Nutzung bestens geeignet sind.

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Windpark Sternwald

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Anlage Nr. 1

Als Ergebnis der bisherigen Arbeit wurde ein Windpark mit 9 Windkraftanlagen, von denen 2 auf tschechischer Seite zu stehen kommen könnten entwickelt.

Das Ertragspotential für diesen Windpark wird bei der geplanten Konfiguration mit 9 Anlagen der Type Vestas V80/100m Nabenhöhe mit 32,4 Mio. kWh/Jahr angegeben. Diese Menge entspricht etwa einer Erdöleinsparung von 10,8 Mio. l Öl/Jahr und hat dadurch ein jährliches CO2-Einsparungspotential von 22.680 Tonnen. Der produzierbare elektrische Strom entspricht dem Jahresenergieverbrauch von 9.250 durchschnittlichen Haushalten.

Den Anfang der Windparkerrichtung machte die erste Anlage vom Typ VESTAS V80 mit einer Nabenhöhe von 100 m im August 2003. Im September wurde die Eröffnung gefeiert und die erste Anlage im Sternwald auf Schneewittchen getauft.

Die weiteren Anlagen sind der technologischen Entwicklung gemäß die Anlagen von VESTAS mit dem Typ V90/2MW, d.h. der Rotordurchmesser wird 90 m betragen, die Leistung jedoch ebenso 2.000 kW Nennleistung.

Bild fehlt

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